| ...ein paar Testbilder, gefertigt mit der Nikon Coolpix 880 in der schlechtest möglichen Bildqualität: |
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| TESTBERICHT zur Coolpix 880 :
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| Optisch macht die Coolpix 880 nicht soviel
her wie andere Digitalkameras, erinnert die Form doch eher an
Designexperimente der späten 60er Jahre des verflossenen Säkulums –
da finde ich Kyoceras Finecam doch ansprechender. Dennoch habe ich mich gerade aus diesem Grunde jetzt für Nikon entschieden, denn ähnlich wie beim Handy-Trend zu immer filigraneren Geräten geht angesichts meiner Bärenpranken die Ergonomie flöten, diese viel zu kleinen Tasten für zierliche Damenhändchen gibt es bei Nikon glücklicherweise nicht. Auspacken, Flash-Karte und Batterie einlegen, Kamera einschalten und sofort losknipsen – das funktionierte ohne Studium der Betriebsanleitung auf Anhieb problemlos. Die Kamera an den PC per mitgeliefertem USB-Kabel (seriell geht auch !) anschließen, mit der Software NikonView 3.1 (funktioniert sogar noch mit Windows 3.11) überspielen und mit dem hervorragenden Bildmanipulationsprogramm Photoshop 5 LE (auch dabei) bearbeiten: Alles funktioniert höchst einfach und anwenderfreundlich, ich bin sehr zufrieden. Schon wegen Photoshop 5 in der leicht, aber wirklich nur leicht abgespeckten Version ist die Anschaffung lohnenswert, denn diese Software kostet in der Vollversion schon um die 2.000,- Mark und die Einschränkungen dürften allenfalls Profis betrüben. Wer allerdings lediglich Schnappschüsse oder solche Fotos wie oben machen möchte, sollte sich eine günstigere Kamera kaufen, z.B. die von HP bei Aldi, die kann das nämlich auch. Wer, wie bei Nikon-Kunden wohl nicht ungewöhnlich, etwas tiefer in die Materie einsteigen will, ist gut bedient, denn eigentlich lässt sich neben 5 Automatikprogrammen samt Makrofunktion (für Bilder ab 4 cm Entfernung) und 11 Belichtungsprogrammen (1/1000 bis 60 Sekunden) wirklich alles von Hand einstellen und verändern. Echten Profis sei allerdings die teurere Coolpix 990 oder 995 ans Herz gelegt, sie hat ein deutlich besseres Objektiv und es ist auch schon ein Akku dabei. Die deutsche Bedienungsanleitung erläutert alles zwar knapp, aber verständlich und didaktisch sinnvoll. Dennoch hätte jemand, der noch niemals einen Videorecorder programmierte, ein Handy bediente oder Windows installierte, wohl gewisse Schwierigkeiten, trotz einer hervorragenden Menüführung. Diese Menüführung ist sogar in deutscher Sprache möglich, bei den Kameraherstellern leider keine Selbstverständlichkeit, Kyocera bietet beispielsweise nur englisch/japanisch. Schnell ist dieses teure Spielzeug auch, zwar braucht es beim Einschalten bis zum Warmwerden einen 3-Sekunden-Moment, aber der Autofokus überzeugt mit hoher Geschwindigkeit, es wird quasi sofort ausgelöst, ohne dass sich das abzubildende Opfer noch ‚aus der Schärfe’ oder gar aus dem Bild bewegen kann. Nikon baut solide, und so ist es auch hier, das Gehäuse ist stabil, die Knöpfe arbeiten präzise, rasten ohne zu hakeln ein und es wackelt nichts, selbst die Wärmeentwicklung hält sich in Grenzen. Der eingebaute Monitor zeichnet sehr scharf und farbtreu, ist selbst bei heller Umgebung erstaunlich gut zu erkennen – allerdings werden geübte Analog-Fotografen zunächst immer mit dem Daumen draufpatschen und ihn verschmieren, weil er links unten in Daumenhöhe angebracht ist, mittig wäre günstiger gewesen. Für Anfänger sehr geeignet ist die Best-Shot-Funktion, die bei nur EINMALIGEM Auslösen gleich 5 Aufnahmen macht, die beste kann dann am Monitor gewählt werden, das erspart verwackelte Meisterphotos. Schön werden auch Nachtaufnahmen, einfach weil die Bilder trotz allem feinkörnig bleiben und nicht ‚verrauscht’ sind, normale ‚herkömmliche’ Negativfilme und Digitalkameras mit schlechteren Objektiven haben da ja doch oft Probleme. Perfekte Dinge gibt es nicht, und so hat auch die Coolpix 880 ein paar Tücken: Man muss immer daran denken, den Kameradeckel rechtzeitig zu entfernen. Das ist zwar beim knipsen immer so, aber hier muss man es auch dann tun, wenn man nicht fotografieren und nur Bilder von der Kamera zum PC spielen will, weil nämlich auch jetzt das (hervorragende !) Objektiv geräuschvoll ausfährt und bei aufgesetztem Deckel Verklemmungen verursacht. Verklemmungen gibt es auch leicht beim Wechsel der Batterie oder des Akkus, das sitzt oft schon arg fest. Und: Die notwendige Spezialbatterie kostet 20 Mark und hält knapp 2 Stunden, der optionale Spezial-Akku kostet 90 Mark, das Spezial-Ladegerät 160 Mark – so was hätte sich vielleicht auch kostengünstiger regeln lassen wie beim Modell 990. Eine normalerweise beigefügte 16-MB-Speicherkarte ist einfach lächerlich, denn in höchster Qualität lässt sich gerade mal ein einziges Bild unterbringen. Der eingebaute Blitz mit eher mäßig funktionierendem Rote-Augen-Schutz per Vorblitz kann mit einer Reichweite von gut 2 Metern nicht überzeugen, allerdings werden Profi-Photografen sowieso ein externes Blitzgerät verwenden wollen und sollten es auch. Aber: Es gibt keinen Anschluss dafür ! Als Speichermedium ist leider nur die Compact-Flash-Card vom Typ 1 vorgesehen – ein Microdrive von IBM passt nicht. Kurze Videofilmchen ohne Ton lassen sich auch drehen, auf den PC spielen oder via TV ansehen, das kann ganz lustig sein, ist aber mehr eine Spielerei. Außerdem lassen sich die Filme nicht mit dem Windows-Mediaplayer bewundern, man benötigt das mitgelieferte Programm Quicktime. Fazit: Nikon liefert zu hohem Preis überzeugende Qualität, deren Eindruck durch kleine, aber vertretbare Mängel getrübt wird. Schließlich sind bei einer Kamera das wichtigste hervorragende und vor allem scharfe Bilder mit Tiefenschärfe, und die werden hier dank des Qualitätsobjektivs auch eher Unkundigen geboten. UPDATE:
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| TESTBERICHT zur Yashica Kyocera Finecam S3: |
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| Sie wiegt gerade 160 Gramm, hat die Maße
87 x 55 x 30 mm ( B x H x T) und lässt mich wirklich nicht gerade kalt:
Die Gute erreicht durchaus schnell eine Betriebstemperatur von knappen
40° Celsius. Das Mädchen ist eine Digitalkamera, hört auf den Namen Kyocera Finecam S3 und hat mich DM 1350,- gekostet. Dafür macht sie viel Freude, allerdings nicht uneingeschränkt. Zum Trost wird sie mittlerweile bei Photo-Dose für weniger als DM 1.100,- angeboten. Die Bildauflösung gibt mit 3,3 Megapixel keinen Anlass zur Kritik, es wird eine Auflösung von 1536 x 2048 Punkten ermöglicht. Das reicht nicht für Plakatwände, aber für den gehobenen Hausgebrauch allemal ! Gespeichert werden die Bilder komprimiert im JPEG – Format oder verlustfrei als TIFF auf einer SD-MemoryCard, die in einer 16MB-Version beigefügt ist, je nach gewählter Bildqualität passen 1 – 64 Bilder auf diesen Chip. Abgespeichert werden kann in Farbe, Schwarz-weiß oder Sepia. Ein kleiner Kartenleser für den PC-USB-Port inklusive Windows-Treiber (95 / 98 / Me /NT / 2000) ist dabei und funktioniert auch einwandfrei mit dieser Mini-Karte – aber es ist leider keine normale Flash-Card, sondern eine MultiMediaCard, mithin ist die Beschaffung eines größeren Speichermediums nicht immer einfach und wohl kaum kostengünstig. Die Finecam hat ein optisches 2-fach Zoom, das etwa dem Brennweitenbereich von 38 – 76 mm einer normalen Kleinbildkamera entspricht, hinzu kommt ein 2-fach digitaler Zoom, aber der ist allenfalls für die Bildbetrachtung auf dem gut beleuchteten 3,8 cm TFT-LC-Monitor mit 110,000 Pixel interessant. Lichtstärke des Objektivs: f/2,8 – 3,5 , vollkommen ausreichend. Die automatische Scharfstellung reagiert erfreulich schnell und ist im Bereich von 60 cm bis unendlich sehr präzise, mit Makroaufnahmen um 10 cm war ich nicht ganz so glücklich – möglich sind sie von 9 – 90 cm. Es gibt 2 Belichtungsmöglichkeiten, für Anfänger empfehle ich die automatische Programmsteuerung, da geht wenig schief. Bessere Ergebnisse habe ich hingegen mit der Zeitautomatik bei Blendenvorwahl erzielt, es kann stufenlos von 1/2000 bis 1 Sekunde belichtet werden – oder in Langzeitstufen mit 2, 4 oder gar 8 Sekunden. Letzteres wird ohne Stativ jedoch heikel. Ein Blitz mit Anti-Rotaugen-Effekt ist ebenfalls eingebaut – aber wie bei fast allen derartigen, ins Gehäuse integrierten Blitzgeräten ist die Leistung eher ein schlechter Scherz und eigentlich keiner Erwähnung wert, denn Motive in einer Entfernung von mehr als 2,5 Metern werden nicht mehr ausgeleuchtet. Ebenfalls für Spielzeug halte ich die integrierte Videofunktion, mit der Filmsequenzen bis zu 15 Sekunden Dauer bei 15 Bildern je Sekunde in einer Qualität von 240 x 320 Pixel gedreht werden können – möglicherweise lassen sich kurze Sequenzen für Internetseiten damit erstellen. Ohne Ton. Na ja. Die abgelichteten Werke können mittels PC/USB oder über die PAL/NTSC-Schnittstelle und mitgeliefertem Kabel per Fernseher betrachtet werden, das funktioniert einwandfrei und problemlos über eine übersichtliche Menüführung mit Kreuz-Wippschalter auf der Geräterückseite. Die Bedienungsanleitung für Kamera und Menü ist gut verständlich und verhilft auch ungeübten Knipsern schnell zu vorzeigbaren Erfolgserlebnissen. Wer ein gewöhnliches Angeberhandy bedienen kann, wird auch mit der Finecam zurechtkommen und sicher mit dem Selbstauslöser viel Spaß haben.... Unglücklich und nur anfänglich komisch ist allerdings wirklich die einstellbare Sprachauswahl des Menüs: Es gibt sie nur in Englisch oder – Japanisch. Meine Kamera war werksseitig auf Englisch voreingestellt, aber Dank meines Spieltriebs schaffte ich die Umstellung des Menüs auf Japanisch. Tja, das war’s dann, eine Reset-Taste ist nicht vorhanden, Japanisch-Kenntnisse meinerseits auch nicht – das Gerät musste zurück ins Werk, Yashica ( von denen werden die Kyocera-Kameras vertrieben) stellte mir das gute Stück wieder auf Englisch ein...... Die Energieversorgung erfolgt über einen Lithium-Ionen-Akku, Ladestecker ist auch dabei, das soll für etwa 120 Fotos oder 45 Minuten Wiedergabe ausreichen – mehr als 90 Bilder habe ich allerdings mit einer Stromladung noch nicht schaffen können. Das verwundert mich angesichts der Wärmeentwicklung des Gerätes aber kaum, die Finecam wird im Winter allemal Handschuhe ersetzen können ;-) Insgesamt: Eine wirklich elegante, handliche Kamera in stabilem Edelstahlgehäuse mit sehr gutem Objektiv, die sich aber wegen des englischen Menüs, der Wärmeentwicklung und des lächerlichen Blitzes Abzüge in der B-Note gefallen lassen muss. |