| Auf dieser Seite sind Rezepte für Cocktails etc. zu finden.... |
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| Hier mal eine deutliche Produktwarnung:
Stroh-Rum - ein hervorragendes Reinigungsmittel für verschmutzte
Fernbedienungen und andere schwer zu reinigende Dinge. |
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Für die eigene Hausbar wird dieses günstige Büchlein empfohlen: |
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| Nachdem ich bereits viel Entsetzliches über den
Stroh-Rum berichtet habe, der allenfalls als teures Reinigungsmittel,
keinesfalls aber als Lebensmittel verwendet werden sollte, hier mal eine
Empfehlung für einen hochprozentigen Rum: Jamaika-Rum wird bekanntermaßen aus vergorener Zuckerrohrmelasse gewonnen, dieses Destillat ist zunächst völlig durchsichtig und farblos. Die braune Farbe wird durch eine Vermischung mit gelöstem, gebräuntem Zucker erreicht. Der typische Rumgeschmack entsteht durch einen hohen Gehalt an freien Ameisen-, Butter,- Essig- und Kaprinsäuren und deren stark ätherischen Duft. Im Handel bekommt man für gewöhnlich Rum-Verschnitt, z.B. Hansen, Balle oder auch Aldis Produkte. Da wurden dann verschiedene Rumsorten zusammengekippt, der echte Rum wurde schlicht mit gewöhnlichem Sprit gestreckt oder, wie beim österreichischen ‚Stroh 80’, mit Farb- und Aromastoffen verpanscht. So ähnlich schmeckt’s denn auch :-( Anders ist das beim Captain Morgan, hier handelt es sich um echten Jamaika-Rum mit 73 % Alkohol. Es gibt ihn auch ‚auf Trinkstärke herabgesetzt’ mit 40 %, ist aber keine so gute Wahl. Schon beim Öffnen der Flasche wird deutlich : DAS ist Rumaroma, genau so sollte Rum duften, genau aus diesem Grund verwendet man Rumaroma in Gebäck. Wer einmal Captain Morgan versucht hat und Rum grundsätzlich mag, wird nichts anderes mehr wollen und die Verschnitte vielleicht für Cola-Rum oder Feuerzangenbowle verwenden – aber eigentlich auch das lieber nicht. Captain Morgan ist sicher nicht zum Pur-Genießen gedacht, dafür sind 73% Alkohol denn doch arg viel, aber nippen sollte man schon mal, um das echte, überraschenderweise gar nicht ‚spritige’ Aroma kennenzulernen. Im Rum-Grog eingesetzt ist dieser Rum gerade in der kalten Jahreszeit einfach eine Köstlichkeit, um nicht zu sagen: Offenbarung, aber auch hier bitte vorsichtig dosieren, denn in Verbindung mit dem Zucker gibt es schnell einen dicken Schädel...sugar in the morning.... Auch eine Feuerzangenbowle wird wesentlich aromatischer mit diesem echten Rum, und sehr viel teurer als mit dem Verschnitt wird es nicht, weil ja deutlich weniger benötigt wird. Der gleiche Effekt wird beim beliebten Cola-Rum erzielt, allerdings wäre es doch schade, den edlen Captain mit schnöder Cola zu verpanschen. Und: Ein Schuß von diesem Rum in Kuchen oder Gebäck führt dazu, etwa vorhandenes ‚Rum-Aroma’ von Dottore Oetker unverzüglich in die Tonne zu treten, es liegen nämlich geschmacklich Welten dazwischen. Wenig Freunde finden wird dieses hochprozentige ‚Getränk’ bei den Liebhabern vom inzwischen stark verwässerten Bacardi-Rum (inzwischen ja nur noch 37% Alkohol). Denn diese kubanische Spezialität ist ja eher etwas duft- und geschmacksneutral, um es höflich auszudrücken. Importiert wird ‚Captain Morgan Black Label 73%’ von der Hamburger Firma Hellwege, eine Flasche mit 0,7 Litern Inhalt kostet um die 50 Mark. Ist sie wert. |
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| Gordons Gin - bald nur noch teures Wasser ?
Seit 1769 gibt es bereits Gordon’s Dry Gin aus London
– zumindest laut dem berühmten gelben Etikett, importiert wird er
meines Wissens von der Firma Charles Hosie, Hamburg. |
| Exotische Spezialitäten von den Bermudas
bis Curacao – der unbefangene Küchenchef denkt da zunächst an zwar
fruchtige, aber sehr geistvolle und kalte Genüsse in bunt geschmückten
Longdrinkgläsern. Wie Culinaria Karibik
eindrucksvoll belegt, gibt es in den sonnigen karibischen Gefilden aber
durchaus bemerkenswerte Rezepte und Kompositionen auch hinsichtlich
fester Nahrung.
Wer ein schlichtes Kochbuch mit Anleitungen sucht, ist mit diesem teuren Buch aus dem zwischenzeitlich insolventen Könemann-Verlag nicht so gut bedient. Dafür ist es zu umfangreich und hat die einzelnen Rezepte nicht nach Fleisch oder nicht Fleisch, sondern, wie in den anderen Büchern der Culinaria-Serie auch, nach Regionen und Inseln unterteilt.Insoweit ist es auch nur in zweiter Linie ein Nachschlagewerk, in erster Linie zeigt es in wirklich schönen, üppigen Bildern die dortige Landschaft und die Menschen mit ihren Vorlieben wie Hahnenkampf, allerdings auch Zutaten, Früchte und Zubereitungsarten. Die erhofften Getränke kommen auch nicht zu kurz. Erfreulich finde ich zwar, dass großer Wert auf regionale Echtheit der Rezepte gelegt wurde, zum Teil macht das aber wenig Sinn, weil manche Zutaten in Deutschland gar nicht erhältlich sind. So hört sich das auf Martinique und Guadeloupe übliche Gericht mit kreolischem Seeigel-Rogen zwar prickelnd an, aber woher soll ich karibische Seeigel bekommen ? Oder Kaktusmus des Kadushi auf Curacao ? Die karibische Küche ist, vergleicht man beispielsweise mit Culinaria Griechenland, doch wesentlich abwechslungsreicher und bunter als manch’ europäische, das wird aber auch an der Aufteilung in etwa 7000 Inseln liegen – da war die Kommunikation untereinander wohl nicht immer so leicht. Wenig überrascht haben mich angesichts der dort herrschenden Temperaturen die vielen scharfen Gerichte oder solche mit Ananas, bemerkenswerter fand ich hingegen die recht innovativen Nachspeisen wie Kokosmousse mit gebackenen Gemüsebananen.Inselbedingt stellt Fisch natürlich eine Hauptnahrungsquelle dar, allerdings scheinen Fischeintöpfe verbreiteter zu sein als schlicht gebratener oder gar geräucherter Fisch. Tintenfische gibt es natürlich wie in Griechenland auch, und die Zubereitung unterscheidet sich allenfalls marginal – es wird öfter mal Rum als Aromaspender verwendet, auch für Süßspeisen. Hier mal als Beispiel aus St. Lucia ‚Laurels Bananen-Rum-Kuchen: 2 große, überreife Bananen zerdrücken und mit 4 EL Sauerrahm und 2 EL Rum verrühren. 3 Eier mit 90g Zucker schaumig schlagen, zufügen sowie 250g Mehl und 60g zerlassene Butter einarbeiten. In eine gefettete Kastenform geben, etwa 45 Minuten bei 200 °C backen und dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Für den Rumsirup 125 ml Wasser, 4 TL Limettensaft und 125 g Zucker in einem Topf zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und alles 10 Minuten unter Rühren kochen lassen, bis sich der Zucker auflöst. Topf vom Herd nehmen und 2 EL Rum unterrühren. Den Kuchen mehrmals mit Spießchen oder Gabel einstechen und mit dem Rumsirup tränken. Ich denke, der Hunger wird’s ‚reintreiben. Zwischendurch findet sich in Culinaria Karibik immer wieder eine reich bebilderte Warenkunde, so dass bei Einkauf hiesiger Zutaten und Zubereitung wenig schief gehen kann. Die in 460 Seiten aufgeführten Rezepte sind auch nichts für überdrehte 7-Sterne-Gourmetköche, die ein 14-Gänge-Menü mit tiefergelegtem Klippfisch an Muskatblättchen auf Süßkartoffelschnee servieren möchten. Vielmehr macht Culinaria deutlich, dass es weniger auf verwegene Raffinesse ankommt, sondern auf hochwertigste Zutaten, die ‚auf den Punkt’ zubereitet werden. So etwas muss denn auch nicht teuer sein und eignet sich durchaus für Anfänger. Dies ist mehr etwas zum gemütlich durchschmökern und neue Anregungen holen – nichts für Leute auf Diät, auch wenn bekanntlich gesunder Fisch wie Obst und nicht fehlen und Rum eigentlich rein pflanzlich ist ;-) Es ist einfach ein richtig schönes und auch teures Buch, eines für Menschen, die einfach Bücher gerne mögen und sich daran erfreuen können.. Der Verlag Könemann hat großen Wert auf Qualität in wirklich jeder Hinsicht gelegt, was sich auch im Preis von DM 48,- bemerkbar macht, was hochpreisig erscheinen mag, aber wirklich angemessen ist. Offenbar war die Buchserie wohl doch zu billig, denn der Verlag Könemann hat inzwischen seine Tore geschlossen, es gibt nur noch Restbestände der Culinaria-Reihe zu kaufen, u.a. bei amazon.de, Culinaria Karibik habe ich bei Karstadt für DM 20,- ergattern können. Momentan gibt es bei 2001 einen 3er-Pack Culinaria (Deutschland/Italien/Spanien) für DM 69,-, das ist ein Schnäppchen und würde auch als 6-Kilo-Geschenk ordentlich Eindruck schinden. Das Buch verursacht bei längerem Schmökern wegen der schönen Photos durchaus neben Hunger auch Fernweh – selbst wenn manches, was uns zivilisationsmüden Westmenschen stimmungsvoll romantisch erscheinen will, wohl eher mit Mangel und Armut zu tun hat. Andererseits sind viele heutige Gourmet-Speisen, insbesondere aus der italienischen In-Küche, ursprünglich Arme-Leute-Essen gewesen. Jedenfalls ist das 4-Pfund-Werk sein Geld sicher wert gewesen, das Buch macht trotz rosa Buchrücken auch im Angeber-Bücherregal richtig etwas her, ist aber für die Küche doch etwas unhandlich geraten und es wäre bedauerlich, wenn es durch Rumspritzer verunziert würde. |
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Jever Pilsener Normalerweise bevorzuge ich trockenen Wein,
zu deftigen Gerichten gehört aber doch eher ein Bier. |