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Finanzkrise? - Nein, danke. Auch wenn das Geld knapper wird und sich Bücher allgemein schlechter verkaufen.

Rena Larf, Buchautorin und Literaturinterpretin aus Hamburg, setzt ein Zeichen:

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Der badische Satirehammer schlägt zu:

Eine Sammlung der besten Satiren aus den letzten Jahren. Witzig zum Schenkelzerklopfen, skurril bis zum Rande der Peinlichkeit und nie langweilig.

100 Seiten, Paperback, 12.50 Euro ISBN: 3-938448-02-4   HeJo Verlag, Hamburg

 

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Eintritt frei für Männer / Wolfgang A. Gogolin

Leseprobe hier:

http://www.puppenkasper.de/puppenkasper2.htm

ISBN 978-3-9810113-4-0   111 Seiten € 8,80

Verlag Pauerstoff Hamburg

 

Neuerscheinung im Frühjahr 2010:

Geist der Venus

Kurzgeschichten von Wolfgang A. Gogolin

Mohland-Verlag

 

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...zunächst im Spiel MOZPONG herunterfallende Eier auffangen (1,85 MB)

 

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Die Beamten-Satire des Jahres:  Amüsante Geschehnisse in einer fiktiven Hamburger Behörde - origineller und bösartiger kann ein Buch nicht sein. Karawane des Grauens - Kostenlose Leseprobe! 

...ein paar Worte zum Thema...

Verfemung des Leidens

Krankheit, Liebeskummer, Unfall, Leid, Depression, Tod, Arbeitsplatzverlust, Krebs, Verlust eines geliebten Menschen, Alter, Opfer eines Verbrechens, Schmerzen – jeder kennt das, doch offenbar nur vom Hörensagen oder aus Zeitung und Fernsehen.

Definiert wird Leiden als Erlebnis der Verschlechterung eines Zustandes, denn wenn ich ‚Schaden leide’, liegt das am Verlust eines Gutes, der mir Leid verursacht. In der Antike war das Leid einfach ein Übel;
im Christentum erst hatte Leiden einen eigenen moralischen Wert bekommen, weil innerhalb der Grenze der Leidensfähigkeit das Leiden die Erweckung edelster menschlicher Kräfte, eine Erweiterung des Wertebewußtseins und zudem eine Vertiefung der Glücksfähigkeit bewirken sollte. Dieser Wert sollte in der Erzeugung von ‚Leidensfähigkeit’ bestehen, die an dem Punkt einsetzt, wo mit Aktivität nichts mehr auszurichten ist und die den Menschen befähigen soll, ein schweres Schicksal zu ertragen, ohne daran zu zerbrechen.

Heutzutage haben wir das Thema Leid (oder auch Christentum) nicht mehr auf der Tagesordnung, es reicht nicht einmal mehr für harsche Polemik oder eine Dämonisierung. Denn normalerweise sind ja Feinde, die man ob ihrer Übermacht fürchtet zumindest arge Teufel, Untermenschen oder gar das personifizierte Böse – wir verschweigen Krankheit und Tod einfach nur, denn so etwas passiert weit weg, gar nicht, anderen oder im Fernsehen. Geliebt wurde das Leiden natürlich auch in der Antike nicht, aber aus Prinzip bewußt übersehen wird es erst jetzt, es erscheint geradezu als unerwünschtes Abfallprodukt der fortschreitenden Zivilisation, die ein ständiges besser, höher, weiter, schneller und gesünder vorgaukelt. Man ist offenbar derart besoffen von der Hoffnung auf Besitz und dauerhaftes Glück, dass für Unglück, Leid, Vergänglichkeit und existenzbedrohende Krisen kein Raum mehr im Weltbild vorhanden ist. Durch die Zersplitterung der Großfamilien und den Trend zum Single-Haushalt fehlt es allerdings auch an Vorbildern für das weniger Angenehme im Leben:
Früher bekam man schon als Kind mit, wenn ein Schwesterchen geboren wurde, wenn der Opa krank wurde, wenn das Geld nicht zum Essen reichte, wenn ein Familienmitglied starb. Heute ist das sehr stark institutionalisiert:
Geboren und gestorben wird im allgemeinen Krankenhaus, alt und krank ist man im Altersheim, Geld gibt’s vom Sozialamt – damit sind diese Institutionen für die Entsorgung überflüssigen und unangenehmen Leidens zuständig und wir können uns weiterhin um die erstrebenswertesten Konsumgüter kümmern, die uns vom Leben ablenken. Das ist für Betroffene schon unangenehm genug, denn eigentlich sind sie Aussätzige einer Gesellschaft von angeblich Starken und Gesunden, die auch ihr Mitgefühl an Organisationen wie ‚Aktion Mensch’ oder andere Selbsthilfegruppen, je nach Art des abzuarbeitenden und zu versteckenden Leids, abgegeben hat.
Und:
Gerade Depressionen haben ein wesentlich schlechteres Image als ein gebrochener Arm, am Anfang des 20. Jahrhunderts kamen Betroffene noch in Irrenanstalten, Hauptsache aus dem Sinn. Richtig erschrocken und verstört ist man aber, wenn man trotz aller Verdrängung plötzlich merkt: Ich habe selbst Liebeskummer ! Schmerzen ! Depressionen ! Bin krank! Alt ! Muss sterben !

Damit kann mangels Übung und Vorbildern heute kaum noch jemand umgehen, denn das traf doch immer nur andere, und die womöglich noch wegen ihres zweifelhaften Lebenswandels zu recht... warum nun gerade ich ?
Diese letzte Frage ist natürlich idiotisch: Warum denn bitteschön gerade ich NICHT ? Notwendig scheint mir eine gedankliche Beschäftigung mit dem menschlichen Leben, das eben Krankheit und Tod beinhaltet. Erst wenn eine solche Beschäftigung zu Akzeptanz und Toleranz führt, lassen sich Schmerzen oder Depressionen besser ertragen, weil sie dann zulässig sind und nicht mehr verboten, einzigartig oder gar widernatürlich. Vorausetzung für eine andere Betrachtung und humaneren Umgang mit Leid und Depression ist allerdings die Erkenntnis, dass langfristiges Glück (damit meine ich so etwas wie allgemeine Zufriedenheit) nicht von aussen, durch Erwerb oder Verwendung von Konsumgütern erreicht werden kann.

Das Glück klingelt nicht an der Haustür oder am Handy. Und die Lohnerhöhung und das eigene Häuschen sind auch nicht das Glück. Wirklich nicht.

Es ist nur erreichbar durch ein Sich-Anfreunden mit dem eigenen Leben, der eigenen Krankheit und auch der eigenen Vergänglichkeit. Wer sich damit nicht anfreunden kann, greift gern zur rosa Brille der wohlfeilen Psychopharmaka (Adumbran, Aponal etc.), wird aber feststellen, dass die das ungute Gefühl des Verlorenseins allenfalls eine Zeitlang zu übertünchen vermögen – ohne eigenes Zutun und eben ‚Anfreunden’ und ‚Es-sich-selbst-leicht-machen’ geht es langfristig nicht. Solche Drogen machen allenfalls zur Überbrückung eine Zeitlang Sinn, wenn der körperliche oder seelische Zustand derart schlecht ist, dass ein intellektuelles oder gefühlsmäßiges Befassen mit der Lebenslage eine Selbstmordgefährdung darstellen würde. Anfreunden bedeutet auch, die Zuständigkeit für das eigene körperliche und seelische Wohlbefinden zu erkennen UND umzusetzen, denn wer sollte sich denn sonst kümmern ? Der Arbeitgeber ? Die Kirche ? Mein Handyhersteller ?  Der Buddhismus hat das erkannt, indem er fordert, dass man zunächst für sich selbst Gutes tun möge, damit dann genug Kraft für andere und anderes da ist.

Zum Abschluss:
Paradoxerweise bedeutet die oft ersehnte Unsterblichkeit den Tod, denn noch heute leben in Labors die unsterblichen Krebszellen einer Frau, die in den 50er Jahren an Gebärmutterkrebs verstarb, und diese Zellen werden sich wohl ewig in Petrischalen weiterteilen. Währen sie ‚ordnungsgemäß’ zugrunde gegangen und nicht ‚unsterblich’, könnte diese Frau wohl noch leben...     
Betroffene werden diesem Text anmerken, dass der Autor selbst nicht unter Depressionen leidet, sie aber für eine Erkrankung hält ‚wie jede andere auch’, trotz des verbreitet schlechten Images. Depressionen gehören wie Halschmerzen zum Leben, auch wenn ich persönlich Halsschmerzen vorziehe ;-)
Jeder Mensch hat die Chance, einmal depressiv zu werden, und eine gedankliche Annäherung an die Umstände unseres Daseins könnte vielleicht auch dann helfen, wenn es sich ‚nur’ um depressive Verstimmungen oder anderes, eigentlich normales Leid wie in der Überschrift handelt.

 

Hier zur Abwechslung ein launiges Freeware-Spiel, Drake the Snake (600 kb):

Catchthesperm worum mag es im Spiel wohl gehen ?    Kostenloser Download 3,6 MB     Neue Version 5 MB

   

   

 wie wär's mal mit einarmigem Banditen    Download Goldrush  2 MB (785612)
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Praktisches zur Bildbetrachtung   Download IrfanView  Bild   727 KB
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 oder Präriehunde jagen   Download Doghunt  Bild 551 KB  VBRUN300

 

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