..und noch mehr Rezepte:

  
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Wer in Hamburg nicht selbst kochen will, findet HIER ein paar persönliche Tipps vom Webmaster!
 
Viele Tipps + Anregungen + Ideen habe ich aus den Kochbüchern von Rainer Sass, sehr verständlich + einfach + witzig - und die Sachen schmecken, als hätte mindestens ein 9-Sterne-Koch daran gefingert:

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Ansonsten sehr zu empfehlen sind die Kochbücher von Wolfram Siebeck. Der ist zwar arrogant, hat aber meistens recht + kocht gut !

  
 
 

Wer es lieber asiatisch mag, sollte dieses günstige Buch testen:

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...mehr als nur ein Kochbuch, auch ein kulinarischer Führer:

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Die griechische hat Küche weitaus mehr zu bieten als Fleischfitzel vom Drehspieß plus Pommes Frites und Gurkenquark mit Knoblauch. Das beweist das opulente Kochbuch Culinaria Griechische Spezialitäten aus dem Könemann-Verlag. Kostet stolze 29 Euro, und die ist es auch wert. Ähnlich wie die anderen Bücher aus der Culinaria-Reihe ist dieses nicht nach Fleischsorten oder Nachspeisen, sondern nach Regionen sortiert und ausgesprochen üppig und meist sehr liebevoll bebildert.

Das ist nicht immer nur schön, wenn geschildert wird, dass Tintenfische zunächst etwa 40 mal auf einen Stein gepfeffert werden, damit sie schön zart sind. Damit auch nichts der Phantasie überlassen bleibt, gibt es auch noch ein schönes Farbfoto vom in seinem Schaum schwimmenden Oktopus, lecker. Aber so ist wohl das Leben, in Deutschland erhältliche Tintenfische werden eben maschinell gewalkt, damit sie überzeugend zart sind. Hilft jedoch meist nicht – wegen der Tiefkühlung haben Tintenfischringe in Deutschland meist die Konsistenz von stabilen Fahrradreifen. Aber ansonsten: Schöne Bilder von den griechischen Landschaften und Speisen, da kann man schon ernstlich ins Schwärmen geraten. Nicht alles sind Rezepte, es finden sich auch viele Abhandlungen über Honig oder Kräuter, insbesondere auf der Insel Kreta.

Allein die Photos lassen das Wasser im Munde zusammenlaufen und auch die Beschreibung hat jemand verfasst, dem kulinarische Genüsse zumindest nicht fern liegen.

Deutlich wird auch, dass die griechische Küche der türkischen vielfach doch sehr ähnlich ist, das fällt schon an den Bezeichnungen auf: Teigware heißt eben griechisch bureki und türkisch börek. Und wie zumindest Großstädtern aufgefallen sind, unterscheidet sich ein Gyros allenfalls marginal vom Döner. In wirklich epischer Breite und mit Hingabe widmet sich Culinaria dem Olivenöl – es gibt ja auch bis heute an den Straßenrändern Griechenlands kleine Miniaturkirchen, die Reisende zum Anhalten auffordern sollen. Darin befindet sich ein Glas mit Olivenöl, und wer den Docht entzündet, darf um Schutz bitten. Für meine Salate verwende ich tatsächlich fast ausschließlich kretisches Olivenöl (‚Kreta Premium’) – sehr teuer und sehr milde und sehr gut ! Der interessierte Leser kann auch erfahren, dass es nicht nur Ouzo 12 und den Ouzo von Aldi für knapp 5 Euro gibt, sondern durchaus einige Sorten mehr, die zu testen lohnen mag ;-) 

Die griechische Küche ist offenbar nicht so arg kompliziert wie beispielsweise die französische, man kommt auch mit viel weniger Gewürzen aus. Es fällt ja schon beim Besuch hiesiger Griechen auf, dass außer Salz, Pfeffer, Zitrone, Dill, Olivenöl, Thymian und Knoblauch nicht sooo sehr wild gewürzt wird – die Gerichte leben eher von Frische und Qualität als von ausgefeilter Raffinesse. Ist ja nicht schlecht ! Darum kauft man in Greece Gewürze auch eher frisch und in kleinen Mengen als abgepackt in Kilo-Dosen. Dementsprechend einfach sind auch die abgedruckten Rezepte nachzukochen, das sollte wohl auch ein Büchsenkoch ohne Mühe bewältigen. 

Auch die Griechen brauchen etwas Süßes im Leben, und ein Großteil diese Buches widmet sich daher kalorienreichen Leckereien. Offenbar mag man es in Griechenland wirklich so süß, wie ich es hier aus Restaurants kenne – da wird doch sehr stark, für meinen Geschmack zu stark gesüßt. Selbst halbwegs natursüße Sachen wie Joghurt mit Walnüssen und Honig können einem ungeübten Zuckerschlecker glatt die Schuhe ausziehen. 

Insgesamt ist Culinaria, wie alle Bücher dieser Reihe, ein ausgesprochen schönes und gelungenes Buch, das eher zum Lesen und Verweilen als zum In-die-Küche-Springen und Nachkochen anregt. Wer es aber doch mit letzterem versucht, wird schnell vorzeigbare Erfolgserlebnisse haben, auch wenn es ungewohnt ist, dass kaum ein Gericht ohne einen Viertel Liter Olivenöl auszukommen scheint. Das Buch verursacht bei längerem Blättern wegen der schönen Bilder durchaus neben Hunger auch Fernweh – auch wenn vieles, was mir romantisch erscheinen will, wohl eher mit Armut zu tun hat. Jedenfalls ist das 2-Kilo-Werk sein Geld sicher wert gewesen, das Buch macht auch im Regal richtig etwas her, ist aber für die Küche doch etwas groß geraten. Und es wäre auch schade, wenn Culinaria mit Olivenölspritzern verunziert würde ;-)

 

 
 

Endlich Pfälzer Saumagen selber machen !

Mit deutscher Küche verbindet man gern unschöne Gedanken an Gaststätten der späten 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, in denen deftige Fleischgerichte mit zerkochten Kartoffeln, Dosenbohnen und einer schweren, braunen Mehltunke würzarm und salzig serviert wurden. Das Ganze womöglich noch garniert mit einem ‚frischen’ Zigeunersalat mit eingelegten Möhrenschnitzen aus dem Glas, gefolgt von liebloser Dosen-Birne-Helene-Benachtischung. Mahlzeit !

Solche kulinarischen Zumutungen sind zwar glücklicherweise nur noch selten anzutreffen, aber sie haben sich doch in den Köpfen festgefressen und man speist keinesfalls deutsch, sondern mit Vorliebe beim Italiener, Türken, Griechen oder Chinesen. 

Gute Restaurants mit deutscher Küche sind daher selten geworden, dabei liegt das offenkundig nicht an einem Mangel guter Rezepte, wie das vorliegende Buch recht eindrucksvoll beweist – es gibt doch noch andere essbare Köstlichkeiten außer einem grossen Fleischbrocken mit was drumrum...

Culinaria Deutsche Spezialitäten ist kein gewöhnliches Kochbuch, es sortiert Rezepte nämlich nicht nach Fleisch / Fisch / Nachspeise , sondern nach Regionen und Bundesländern. Diese Regionen sind wie die Speisen mit sehr vielen, sehr schönen Bildern illustriert, und sie werden auch mit ihren menschlichen und landschaftlichen Eigenheiten liebevoll beschrieben – sogar geschichtliche Zusammenhänge werden erläutert und in kulinarische Zusammenhänge gestellt.. 

Wer ein reines Rezeptbuch sucht, liegt mit diesem Werk völlig falsch, denn nicht einmal ein Drittel des Umfanges von knapp 460 Seiten besteht aus Kochanweisungen. Dies ist mehr etwas zum lesen, schmökern, genießen und Anregungen holen – nichts für Leute auf Diät, auch wenn Fisch und Obst nicht fehlen. Es ist einfach ein RICHTIG SCHÖNES Buch, eines für Menschen, die Bücher mögen. Der Verlag Könemann hat großen Wert auf Qualität in jeder Hinsicht gelegt, was sich auch im Preis von 29,- Euro  bemerkbar macht. Offenbar aber doch noch zu billig, denn Könemann hat mittlerweile seine Pforten geschlossen, es gibt nur noch Restbestände der Culinaria-Reihe zu kaufen, u.a. bei amazon.de 

Natürlich sind neben landschaftlichen Schönheiten auch regionale Rezepte beschrieben, wie eben auch der vielerorts gefürchtete Pfälzer Saumagen , die Frankfurter grüne Sauce oder Hamburger Aalsuppe – eben typische deutsche Spezialitäten (, die mich dann doch wieder zum Italiener treiben ;-) ). Zwischendurch findet sich immer wieder eine reich bebilderte Warenkunde, so dass bei Einkauf und Zubereitung wenig schief gehen kann. Die aufgeführten Rezepte sind auch nichts für überdrehte oder durchgeknallte 9-Sterne-Gourmetköche, die ein 29-Gänge-Menü mit püriertem Zanderfilet an sautiertem Pfifferling-Entenleber-Campari-Ragout kredenzen möchten. Vielmehr macht Culinaria deutlich, dass es weniger auf wilde, verwegene Raffinesse ankommt, sondern auf hochwertige Zutaten, die ‚auf den Punkt’ zubereitet werden. So etwas muss denn auch nicht teuer sein und eignet sich durchaus für Anfänger.

Und es wird deutlich, dass deutsche Küche eben nicht nur aus deftigen Fleischspeisen besteht, sondern auch vielerlei vegetarische oder fischlastige Köstlichkeiten bietet. Man darf ja nicht vergessen, dass auch die chinesische Küche mit ihren Reisgerichten oder die italienische Nudelküche ursprünglich aus Mangel geborene Arme-Leute-Küchen sind – so ähnlich ist es auch mit der deutschen Küche, denn kaum jemand konnte sich früher die heute üblichen Fleischberge leisten. Natürlich kommt auch die Fleischzubereitung nicht zu kurz, Könemann hat lobenswerterweise die sogenannten neuen Bundesländer nicht vergessen und berichtet ausführlich über die Wurstkünste der Thüringer. Insgesamt ist Culinaria aber mehr ein Buch für jemanden, der eine Küche schon einmal von innen gesehen und sich dort an mehr als der mikrowellenmässigen Behandlung einer Tiefkühl-Pizza versucht hat. Denn im Gegensatz zu den Grundkochbüchern des Dottore Oetker ist das Register doch eher von mäßiger Qualität und sind die angegebenen Zubereitungszeiten eher vage.

Mit 33 x 27 x 4 cm Größe passt dieses Oeuvre nicht in jede Küche und nicht in jedes Regal, aber ich finde es einfach toll – darum habe ich mir auch die Ausgaben Espana, Italia, USA, Karibik, Provence, Naturkost und Südostasien gegönnt. Alle zu empfehlen. Abraten muss ich von Culinaria Ungarn, weil die Rezepte nicht geprüft wurden – viele Zutaten in der Liste finden sich dann im Rezept nicht wieder, und wohin dann mit dem aufgeschlagenen Ei ?

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Ein paar Worte zum Thema Gewürztraminer....

...es gibt da ja viele fürchterlich ungeniessbare Sachen, liebliche Weine und sogenannte Dessertweine, die schmecken wie beschwipstes Zuckerwasser mit Glukosesirup und Cyclamat plus Saccharin.
Zum Beispiel ungarischen Gewürztraminer-Ausbruch – eine wirkliche Zumutung und nur für jemanden genießbar, der noch niemals Wein getrunken hat oder sich das endgültig abgewöhnen möchte.
Dafür kostet so eine Flasche ‚Pennerglück’ auch nur um die 7 Mark, die sie jedoch keinesfalls wert ist, dann lieber Aldis EU-Weinverschnitt aus der Brickpackung.
Das klingt jetzt böse, aber ich bin böse, weil ich so was leider mal getrunken habe, ich war ja auch mal jung...

Tramin in Südtirol ist der Ursprung der Traminerrebe, und dort wird sie meines Wissens auch heute noch angebaut, der Wein dort hat eher einen fruchtigen Charakter.
Elsässer Weine allgemein sind denen der Mosel verwandt, sie haben eine vergleichbare Leichtigkeit und werden auch aus den gleichen Trauben gekeltert. Dennoch haben dortige Weine einen schlechteren Ruf als Moselweine, das liegt einerseits an der wechselvollen politischen Geschichte, andererseits an der Tatsache, dass lange Jahre (unter deutscher Obhut) und wegen der Kriegszeiten eher billige Rebsorten angebaut wurden.

Ich lasse mir Gewürztraminer aus dem Elsass schicken, und zwar vom Weingut E. Boeckel in Mittelbergheim. Momentan trinke ich den 1993er ‚Reserve’, für den ich 1996 umgerechnet etwa 9 Euro zahlte, heute ist er viel teurer ;-)
Dieser Wein ist sehr trocken und sehr würzig – man sollte so etwas schon mal getrunken haben und zumindest gekühlt genießen, sonst wirft einen das opulente Aroma einfach um.
Zunächst fällt der deutliche Duft auf, der mich eher an Vulkangestein denn an Früchte denken lässt, dann läuft ein Schluck sehr leicht über die Zunge, aber keinesfalls belanglos, im Gegenteil: Trotz der zunächst gefühlten Leichtigkeit ist die Geschmacksfülle enorm, einen solchen Tropfen trinkt man nicht so nebenbei.
Das würde auch kaum funktionieren, denn er macht sehr schnell betrunken – eine derartige Wirkung würde man bei einem so knarrtrockenen Wein mit der erwähnten Leichtigkeit zunächst nicht erwarten.

Aber es ist ja ein französischer Wein, und in Frankreich ist ja die ‚Verbesserung’ in allen Weinqualitäten erlaubt. Dabei wird Zucker vor der Gärung zugesetzt, damit er vergärt, dadurch den Alkoholgehalt und die Geschmacksfülle steigert, solcher Wein ist für gewöhnlich knochentrocken. Das liebliche Aroma vieler Weinsorten entsteht dann erst durch Beimengung unvergorenen Traubenmostes, ‚Süßreserve’ genannt.

Ich hoffe nun dennoch für diesen Wein das Beste ohne Zucker, er schmeckt jedenfalls einzigartig.

Allerdings sollte man diese ausgefallene Geschmacksrichtung mögen, das tun nur wenige Zeitgenossen, vielen ist er einfach zu trocken und zu gewaltig im Geschmack, es ist eben wirklich kein wässeriger Pinot Grigio. Und angeben kann man mit dem Trinken von Gewürztraminer auch nicht, das hört sich zu hausbacken an, dafür empfehle ich eher solche In-Weine wie ‚Pinot Noir’, die zwar momentan deutlich schlechter und teurer, aber dafür echt ‚angesagt’ sind. Auch im Weinfachhandel gibt es Gewürztraminer käuflich zu erwerben, aber einfach ist es nicht, normalerweise wird der angesprochene Dessertwein-Zuckerschund teuer angeboten, allenfalls mal mittlere deutsche Qualitäten um 6 Euro.
Auf Nachfrage geht der Meister aber doch oft in den Keller und holt etwas Edles, beispielsweise von ‚Hugel’. Wie oft im Leben hat Qualität ihren Preis, unter 10 Euro ist kaum eine vernünftige Flasche zu bekommen, gemessen an anderen, qualitativ hochwertigen Weinen scheint das aber akzeptabel.

Spätestens seit ‚Asterix bei den Schweizern’ ist bildungsmäßiges Allgemeingut, was zu einer richtig dekadenten Orgie gehört, nämlich Käsefondue. Dieses Gericht sollte nicht mit irgendeinem billigen Weinverschnitt zubereitet werden, sondern mit eben diesem Gewürztraminer. Und eben dieser Gewürztraminer sollte auch zum Essen getrunken werden:
Einfach göttlich !
Betrunken wird man dann auch nicht so arg schnell, weil das Fondue eine ausgezeichnete Grundlage bietet – ist natürlich ärgerlich, wenn man die Angebetete auf dem Alkohol-Weg ‚rumkriegen wollte, aber ein richtiger Kerl wird seinen Charme ja wohl auch auf andere Art verspritzen können... 
Insgesamt spreche ich eine eindeutige Empfehlung für diesen Wein aus, wer aber noch nie trockenen Gewürztraminer versucht hat, sollte zunächst eher eine Flasche als eine Kiste kaufen – wäre ärgerlich, wenn man die geballte Wuchtigkeit nicht mag. Das Weingut Boeckel bietet auch noch einen hervorragenden Riesling an !

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